Winterwandern am Feldberg

Anfang Februar hatte ich eine Woche Urlaub. Jetzt ist eine Woche nicht unbedingt so der Knaller um groß irgendwo hin auf Wintertour zu gehen.

Da bot es sich an das mein Kumpel Vanja aus der Schweiz zwei Tage frei hatte. Also verabredeten wir uns auf eine kleine Winterwanderrunde mit Pulka am Feldberg.

Sonntag Morgen sammelte ich ihn am Bahnhof in Freiburg ein und wir machten uns auf den Weg zum Feldberg. Dort kreisten wir erst einmal eine Weile und suchten einen ordentlichen Parkplatz für das Auto. Also dieser gefunden war, entluden wir unsere Sachen und verstauten alles auf dem Zugschlitten und trugen ihn bis zum Weg wo der erste Schnee lag.

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Dort gab es auch schon die ersten ungläubigen Blicke und die Frage ob wir vorhätten auf dem Berg zu biwakieren. Natürlich verneinten wir.

Dann setzten wir uns mit dem Schlitten im schlepp den Berg hinauf in Bewegung.

Zwischendurch wechselten wir uns immer wieder mit dem ziehen des Schlittens ab, da es ohne training mit der Zeit recht anstrengend wird.

So arbeiteten wir uns den Berg hinauf bis hoch zur Todtnauer Hütte. Oben angekommen fing es bereits an zu dämmern. Wir kramten die Kopflampen hervor und machten uns auf den gespurten Strecken wieder auf den Weg um einen geeigneten Lagerplatz zu finden.

In der Dunkelheit überholte uns dann noch eine Pistenraupe. Der Fahrer hielt an und bat uns nicht auf der gespurten Strecke weiter zu laufen, da wir im die Piste zu sehr verschandeln würden.

Alles klar soweit. Wir bogen den nächsten Weg ab und liefen ein Stück bergab. Hinter einer Kurve ließen wir den Schlitten stehen und liefen ein Stück bergan.

Dort oben hinter einer gespurten Strecke ging es schön bergab und man hatte eine fantastische Sicht auf die Umgebung.

Wir liefen wieder hinunter zur Pulka, schnappten uns die Seile und zogen sie den Berg hinauf um sie am Hang einfach bergab schießen zu lassen. Der nächste Schneehaufen wird sie schon ausbremsen und so war es auch dann.

Dort wo unser Schlitten zum stillstand kam holten wir die Schneeschaufel hervor und bereiteten unser Lager vor. Dann wurden die Zelte aufgebaut und die Ausrüstung drin verstaut.

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Ich schmiss mich auf meinen Schlafsack, kochte mir ein Tütengericht und genoss beim Abendessen den Blick in die Sterne. Es war traumhaft!

Später ging es dann noch raus um in dieser Nacht noch Fotos von den Zelten zu machen. Denn der Himmel war Sternenklar und so langsam kam der Vollmond hinterm Berg zum vorschein.

Der Abend wurde immer besser!

Aber irgendwann wird es auch Zeit ins Bett zu kriechen. Also ab in die Daunentüte. Ich war Ruckzuck weg, während meine Begleitung noch recht lange draussen am knipsen war.

Am morgen weckte mich ein strahlend blauer Himmel. Ich kochte mir Wasser für Müsli und Kaffee und ließ die Aussicht an einem Allak vorbei auf den verschneiten Hang und den strahlend blauen Himmel.

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Nachdem Vanja endlich ausgepennt und auch gefrühstückt hatte, verstauten wir unseren Krempel wieder im Pulk und machten uns auf zur Wilhelmener Hütte.

Dort genossen wir nocheinmal Kaffee und auch Kuchen. Ja, Kuchen! Auch wenn es noch keine zehn Uhr war. Egal!

In der Hütte wurde Vanja sogleich gefragt ob wir letzte Nacht dort unten biwakiert hätten. Einzig sinnvolle Antwort, „ja haben wir“!

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Nach einem zweiten Frühstück machten wir uns weiter auf den Weg zum Gipfel des Feldbergs. Wieder wechselten wir uns zwischenzeitlich beim ziehen des Pulks ab. Es war einfach nur schweine Anstrengend. Aber irgendwann standen wir auf dem Gipfel. Unter uns lag der Schwarzwald nach Norden hin in eine Wolkendecke gehüllt und nach Süden sahen wir die Schweizer Alpen am Horizont.

Wir stärkten uns ein wenig, ließen den Blick über die Landschaft gleiten und machten uns dann wieder auf. Wir wollten schließlich noch über den Seebuck hinunter zur Ortschaft Feldberg.

Von dort wollen wir den Bus zurück zum Parkplatz nehmen wo wir Tags zuvor das Auto geparkt hatten.

Am Auto zurück ging es wieder Richtung Freiburg. Vorher hielten wir jedoch noch bei einer Backstube an und verspeisten köstlichsten Kuchen.

In Freiburg trennten sich nun wieder unsere Wege. Für Vanja ging es nun zurück nach Basel, ich hingegen steuerte nun das Freizeitcenter Oberrhein an. Dort wollte ich noch die Nacht verbringen bevor ich am kommenden Tag zu einer Fotoexkursion nach Frankreich fahren wollte.

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So baute ich in der Dämmerung mein Zelt auf einem verlassenen Campingpark auf und früh am Abend verkroch ich mich in meine Penntüte, denn es wurde langsam echt kalt. Wie kalt die Nacht war zeigte sich mir am nächsten morgen.

Mein Zelt war nicht nur von aussen mit einer Eisschicht überzogen, sondern auch von innen. Und als die Sonne hervor kam wandelte sich mein Zelt in eine Tropfsteinhöhle.

Ich suchte meine Sachen zusammen und brachte die Sachen die Nass waren ins Waschhaus zum trocknen. Dann ließ ich das Zelt in der Sonne noch ein wenig trocknen bevor es ans abbauen ging.

 

 

 

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